04.09.2009
Vitrum 2009: Spiegel der Glasbranche
Die italienischen Maschinenbauer präsentieren auf der diesjährigen Fachmesse jedenfalls das Beste ihrer Produktion und zeigen, dass Schwierigkeiten ein großer Ansporn für die Innovation sind. „Die Maschinen und Geräte werden immer effizienter. Gleichzeitig setzen die Hersteller heute auf Wartungsfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und geringere Betriebskosten. Güter herzustellen, die den gesetzlich vorgegebenen Qualitätsstandards gerecht werden, ist dann wirtschaftlich vertretbar, wenn dies mit Maschinen geschieht, die nicht nur für eine technologische Weiterentwicklung garantieren, sondern auch für eine kontinuierliche Produktion, ohne dass teure Ersatzteillager und häufige Betriebsausfälle wegen Reparaturen erforderlich sind”, so die italienischen Maschinenhersteller unisono. Das ist die starke Seite des „Made in Italy”. Ein Land, das zwar wie der Rest der Welt unter der Krise leidet, aber nach wie vor über ein gesundes, im Laufe einer langjährigen Erfahrung erworbenes Know-how und eine ausgeprägte Innovationsbereitschaft verfügt.
Das auf der Vitrum 2009 von internationalen Maschinenherstellern präsentierte Szenario reicht von der Kostensenkung für immer modernere Maschinen, die sich wirtschaftlich immer leichter verwalten lassen, bis zu den absolut konkreten Möglichkeiten, die die Green Economy bietet.
Blick in die Zukunft. Aber die Vitrum 2009 möchte ihren Blick noch intensiver auf die mehr oder weniger nahe Zukunft der neuen Technologien und auf die kommenden Generationen richten: Photovoltaikanlagen und Solarzellen sind die Technologien für die Erzeugung von sauberer Energie, in die in den kommenden Jahren am stärksten investiert werden wird. „Für die Solarzellen steht ein außerordentliches, 400 Milliarden Euro schweres Projekt kurz vor der Verwirklichung, das die Realisierung zahlreicher Solarzentren im Gebiet von Marokko bis Jordanien vorsieht. Ein derartiges Projekt würde die Kosten für die so produzierten Kilowatt mit einem entsprechenden wirtschaftlichen Ansatz auf 4 oder 5 Eurocent bringen. Die so erzeugte Energie würde in den Herkunftsländern verwendet werden und könnte zudem 15 Prozent des europäischen Bedarfs decken. Die Solarspiegel, die das Herzstück des neuen Systems bilden, werden mit einer neuen Technologie produziert und an deren Realisierung von Anfang an italienische Unternehmen beteiligt waren”, so der italienische Verband der Glasindustrie GIMAV, der auf der Vitrum natürlich stark vertreten ist.
Glaskultur näher bringen. In der Messehalle, in der die beiden Sonderbereiche „Vitrum Hollow Glass” und „Vitrum Energie” untergebracht sind, befindet sich ein Stand, der vom neuen „Vitrum Lab” eingerichtet worden ist, ein künstlerischer und didaktischer Workshop, der eine direkte Erfahrung mit der handwerklichen Verarbeitung von künstlerischem Glas erlaubt und die Glaskultur bei den kommenden Generationen fördert.
Die historischen Bilder und die Live-Vorführungen vermitteln einen Eindruck von den außerordentlichen handwerklichen Fähigkeiten der Glasbläsermeister von Murano, die für eine Jahrhunderte alte Tradition stehen und in den letzten Jahren Gegenstand des Interesses verschiedenster Universitätsinstitute und Stiftungen aus unterschiedlichen Ländern waren, vor allem aus den USA.
Die bunten kleinen Glassteinchen geben 250 Kindern aus einigen Mailänder Grundschulen die Möglichkeit, in direkten Kontakt mit dem Werkstoff Glas zu kommen, der Teil unseres Alltags geworden ist und uns vergessen lässt, dass wir uns hier in Wirklichkeit einer genialen, fast 3000 Jahre alten Erfindung gegenübersehen, die uns auch heute noch neue Anwendungen für innovative Technologien erschließen lässt.
Detaillierte Informationen zur Messe unter www.vitrum-milano.it

GLAS
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Glasscherb'ndanz 2012 Bildergalerie
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