03.09.2009
Drei schwarze Steine aus Glas
Text: Helga Högl

Schon in „glas”, Ausgabe 10/2000 waren nicht nur wir von den leuchtenden Farben und außergewöhnlichen Formen der Objekte der Künstlerin Eva Moosbrugger beeindruckt.
Die in Dornbirn und Zürich beheimatete Eva Moosbrugger hat nun große „Stein”skulpturen in dunklen Farben für Landschaften geschaffen, die von den Spaziergängern nicht zu übersehen sind:
• Version I, drei massiv geblasene kieselsteinförmige Körper aus Glas, befindet sich im Altes Bad Pfäfers. Die Formen weisen auf die geologische Geschichte der Region als Gletscherrückzugsgebiet hin.
• Zur Version II in Vaduz sieht sie den Mensch als Maß aller Dinge: Häuser, Straßen, Gehwege, sogar Bäume und Pflanzen, werden darauf abgestimmt. Die Glaskörper aus polierter Bronze weisen auf den Tauschhandel mit Gold hin.
• Version III in Bad Ragaz liegt im Park mit seinem uralten Baumbestand. Dazu Eva Moosbrugger: „In der Natur spielt das menschliche Maß keine Rolle und verhältnismäßige Dimensionen existieren nicht. Die Skulptur ist als pneumatische Konstruktion in maßstabsgetreuer 20-facher Vergrößerung von Version I ausgeführt. Der längste Kiesel ist ca. zehn Meter lang, der höchste fünf Meter hoch. Ein Verwirrspiel wird inszeniert, bei dem die riesigen Kiesel Menschen, Autos, Bäume und selbst die Grandhotels wie Spielzeug wirken lassen.”
Eva Moosbrugger befasst sich seit 1995 mit Glas und war in vielen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Die jüngste Einzelausstellung mit Skulpturen aus Glas war in der Hypo Galerie Romanischer Keller in Salzburg zu sehen. Die abgebildeten „Steine” bilden den Beitrag zur 4. Internationalen Triennale der Skulptur RagARTz Schweiz/Liechtenstein, und sind bis 22. Oktober 2009 ausgestellt.
Wer mehr Arbeiten von der Künstlerin sehen möchte, sollte die Website www.evamoosbrugger.com besuchen.



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