

15.09.2009
Einfach zum Mitnehmen
Text: Ing. Stefan Hawlicek

Berge von Prospekten auf der einen Seite, dazu minutiös aufbereitete Internet-Auftritte am Bildschirm. Wer sich mit dem Gedanken spielt, ein leichtes Nutzfahrzeug anzuschaffen, kann sich ohne weiteres stundenlang mit diesem Vorhaben beschäftigen. Was bei Privatpersonen oft der Antrieb dazu ist, das Wunschauto in den eigenen vier Wänden bis ins letzte Detail durchzukonfigurieren, entwickelt sich bei Geschäftskunden gerne zu einem zeitlichen Problem. Für sie zählt die Länge des Laderaums oder die Nutzlast, während die verfügbaren Interieurfarben oder die sportliche Alu-Felgen keines Blickes gewürdigt werden. Genau hier sollen ab Werk fix und fertig konfigurierte Einstiegsmodelle, vom Stadtlieferwagen bis zum Transporter, bei der schnelleren Entscheidungsfindung helfen.
Hier die aktuellen Angebote:
Citroen/Peugeot: Erfolgreiche Zwillinge. Unverändert auf die Tugenden der weltweit bis dato mehr als 1,4 Millionen Mal verkauften Gemeinschaftsentwicklung Berlingo bzw. Partner setzen Citroen und Peugeot. Obwohl die Nachfolger des Mitte der 1990er Jahre vorgestellten Stadtlieferwagens schon seit 2008 vom Band rollen, sind die beiden als Citroen Berlingo First und Peugeot Partner Profi immer noch im Vertriebsprogramm der beiden französischen Pkw-Hersteller. Motorisiert mit einem 75 PS starken Turbodieselmotor und 600 Kilogramm Nutzlast sind sie immer noch bestens für die unterschiedlichen Transportaufgaben gerüstet. Preislich hat der Citroen Berlingo First derzeit die Nase recht deutlich vor seinem direkten Artverwandten. Dank Aktionspreis gibt es ihn momentan mit Klimaanlage um 9.440 Euro (exkl. MwSt.). Der Peugeot ist zum normalen Listenpreis von 12.220 Euro (exkl. MwSt.) erhältlich.
Dacia: Unter 7.000 Euro wohlfeil. Als Ebenbild eines preislich attraktiven Einstiegsmodells kann der Dacia Logan Van bezeichnet werden. Um den Einstiegspreis von 6.990 Euro (exkl. MwSt.) gibt es bei anderen Anbietern oftmals nicht einmal einen passenden Gebrauchten. Um weniger als 7.000 Euro rollt der Rumäne mit einem 75 PS starken Benzinmotor und bis zu 800 Kilogramm Nutzlast an den Start. Wer im Dacia Van lieber auf die Qualitäten eines Selbstzünders setzt, muss für den alternativ erhältlichen 70 PS starken dCi-Motor rund 1.600 Euro (exkl. MwSt.) mehr budgetieren, kommt dafür aber auch in den Genuss einer deutlich besseren Ausstattung, da der 75 PS Benzinmotor nur in der Basisversion verbaut wird. Mit seiner Gesamtlänge von 4,45 Metern und einem Radstand von 2,90 Meter ist der Dacia Logan Van im urbanen Raum wie auch bei längeren Überlandetappen optimal aufgestellt. In seinem 1,94 Meter langen und zwischen den Radkästen 1,02 Meter breiten Laderaum findet bei Bedarf sogar eine Europalette Platz.
Fiat: Die Legende lebt. Mit dem Fiorino hat Fiat einen im Transportersegment längst legendären Namen in ein neues Blechkleid gepackt. Der von einer internationalen Fachjournalisten-Jury zum Van of the Year 2009 gekürte Cityflitzer schluckt trotz seiner kompakten Abmaße locker 2,5 Kubikmeter. Die maximale Nutzlast liegt bei 535 Kilogramm. Das Einstiegsmodell des neuen Fiorino gibt es bereits ab 8.990 Euro (exkl. MwSt.). Wer beim Motor lieber auf die Vorteile eines Selbstzünders anstelle des in der Basisvariante verbauten 1,3 Liter Benziners mit 73 PS setzt, bekommt um 10.290 Euro (exkl. MwSt.) den 1,4 Liter Turbodiesel mit 75 PS. Das Platzangebot im Cockpit des kleinen Italieners ist für ein Fahrzeug in diesem Segment äußerst großzügig. Die präzise Lenkung sowie die bequemen Sitze tragen ihren Teil dazu bei, dass die Großstadt durchaus auch einmal in den Rückspiegeln des Stadtlieferwagens verschwinden darf.
Ford: Günstiger Transit. Ford hat den Transit mit dem startup in ein Sondermodell mit attraktivem Einstiegspreis von 14.990 Euro (exkl. MwSt.) verwandelt. Auch im Betrieb auf Sparkurs, soll den Kastenwagen der 85 PS starke 2,2 Liter Turbodiesel-Motor halten. Im Vergleich zu den sonst noch lieferbaren Motorisierungsvarianten schlägt er sich nicht zuletzt wegen dem stemmigen Drehmoment von 250 Nm recht tapfer. Der Laderaum ist über eine Doppeltüre im Heck sowie die obligatorische seitliche Schiebetüre rechts rundum zugänglich. Schwere Ladungen lassen sich mit den an allen Ecken vorhandenen Verzurrösen sicher niederschnüren. Keine Spur von übertriebenem Sparkurs ist im Cockpit des Ford Transit startup zu sehen. Handwerker werden in ihrem meist auch als rollendes Büro genutzten Firmenfahrzeug vor allem die vielen Ablagefächer und Ablagemöglichkeiten zu schätzen wissen. Als Alternative zum Kastenwagen hat Ford den Transit startup auch als Pritsche im Programm.
Hyundai: Wirtschaftlicher Motor. Eine seit kurzem lieferbare, zweite Motorisierungsvariante macht den Hyundai H1-Kastenwagen zum sparsamen Zeitgenossen. Seite an Seite mit dem 170 PS starken 4-Zylinder ist der Koreaner jetzt auch mit einer nur 116 PS starken Variante des Selbstzünders erhältlich. Gleichzeitig damit hat Hyundai den Einstiegspreis für den Transporter um 800 Euro auf 19.790 Euro (exkl. MwSt.) nach unten korrigiert. Das Temperament des neuen Motors mit einem maximalen Drehmoment von 343 Nm orientiert sich nicht ohne Grund am bulligen Auftreten der 170 PS-Variante. Basiert doch auch der 116 PS Turbodiesel auf dem selben 2,5 Liter-Motorblock wie sein stärkeres Pedant. Die 54 PS Minderleistung haben die Hyundai-Techniker einfach durch eine adaptierte Motorkennlinie erreicht. Die Nutzlast des Transporters liegt bei rund 950 Kilogramm. Im Anhängerbetrieb darf er bis zu 2,3 Tonnen schwere Lasten befördern.
Mercedes-Benz: Umfangreiche Hilfsprogramme. Schon wegen seinem Namen unweigerlich der Arbeit verschrieben hat sich der Mercedes Sprinter Worker. Er kann mit einem für ein Einstiegsmodell überraschend umfangreich geschnürten Paket an elektronischen Helferleins aufwarten. Das Kommando hat dabei das elektronische Stabilitätsprogramm ESP, das gemeinsam mit ABS, ASR und weiteren Systemen stets ein wachsames Auge auf den Kastenwagen hat. Bei den Motorisierungsvarianten lässt Mercedes-Benz dem künftigen Sprinter-Fahrer freie Wahl zwischen drei 4-Zylindern mit 88, 109 und 129 PS. Gleichermaßen zu dritt sind die verfügbaren Radstände mit 3,25, 3,67 und 4,33 Meter. Mit ferngesteuerter Zentralverriegelung, Komfortschwingsitz mit Armlehne sowie serienmäßig verbautem CD-Radio will Mercedes-Benz auch im Einstiegssegment eine möglichst reichhaltige Serienausstattung anbieten. Der Einstiegspreis liegt für den Kastenwagen wie für die ebenfalls erhältliche Sprinter Worker-Pritsche bei 19.990 Euro (exkl. MwSt.).
Nissan: Pritsche ab Werk. Mit einer Werkspritsche fix und fertig aufgebaut, schickt Nissan den Cabstar ins Rennen der Einstiegsmodelle. Als 2,8 Tonner geizt der wendige Frontlenker nicht mit echten Nutzfahrzeugtugenden. Die Motorleistung von 110 PS genügt in dieser Gewichtsklasse ohne Zugeständnisse für schnelles Vorankommen. Den Fahrer erwartet im Cockpit des Nissan ein Lkw-Arbeitsplatz im Kompaktformat. Begonnen vom leicht zu meisternden Einstieg bis hin zur bequemen Sitzposition und dem recht großzügigen Platzangebot. Bei Bedarf finden auf der Beifahrersitzbank auch zwei Passagiere Platz. Deutlich komfortabler von A nach B reisen lässt sich dagegen, wenn der mittlere Platz frei bleibt und die Rückseite der umklappbaren Rückenlehne des Sitzes als Ablagefläche für den alltäglichen Papierkram dient. Der Einstiegspreis der Cabstar Pritsche liegt bei 21.420 Euro (exkl. MwSt.)
VW: Gefragter Economy. Einen kurzen Ausflug ins Englische macht man bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, wenn es um attraktive Einstiegsmodelle im Transportersegment geht. Der VW T5 Economy ist die Antwort der Wolfsburger auf den Wunsch vieler Handwerker nach einem schnell lieferbaren, wirtschaftlichen Firmenfahrzeug. Lieferbar mit zwei verschiedenen TDI-Motoren mit wahlweise 84 oder 102 PS schluckt der T5 spielend 5,8 Kubikmeter und karrt Anhängelasten von maximal 2,2 Tonnen durch die Gegend. Mit langem Radstand stemmt der Transporter bis zu 970 Kilogramm Nutzlast. Scheibenbremsen rundum und eine dreifach abgewinkelte Sicherheitslenksäule sorgen für die entsprechende aktive und passive Fahrsicherheit. Der Einstiegspreis liegt bei 18.894 Euro (exkl. MwSt.).
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