17.12.2008
Neues Glasmuseum in Wien
1880 siedelte sich nach dem Tod des Firmengründers die Konkurrenz, darunter die Filiale der Tiroler Glasmalerei, ebenfalls im Bezirk an. Auch das Stammhaus der traditionsreichen Glaserei von Ignaz Dürr lag seit 1820 in Mariahilf und nur ein paar hundert Meter von hier entfernt wurde 1909 mit der Mollardschule die erste moderne Ausbildungsstätte für Glaser in der Monarchie gegründet.
Beim neuen Museum handelt sich in erster Linie um eine kleine Dauerausstellung, die einen ersten Einblick in die verschiedenen Techniken der Glasmalerei, Glaserei und Glasveredelung bietet. Dahinter steht ein wachsendes Archiv zum Themenkreis. „Wir suchen und sammeln alte Fotos, Urkunden, Skizzen, Werkzeug, Zeitungsartikel etc. Die Vielfalt der Sammlung und der einzelnen Themenbereiche soll künftig in regelmäßigen Sonderausstellungen mit Schwerpunkten zu einzelnen Künstlern, Werkstätten, Institutionen oder Techniken präsentiert werden”, so Projektleiterin Mag. Alicia Ysabel Spengler.
Und sie hofft weiterhin auf Leihgaben aus der Branche: Das Museum hat kein Budget, weder zum Ankauf von Ausstellungsstücken noch für die Mitarbeiter. Es wird allein von ehrenamtlicher Arbeit und der Großzügigkeit der Leihgeber getragen. Ohne die Unterstützung von vielen Seiten wäre es gar nicht möglich gewesen. Am Beginn standen Leihgaben aus dem Nachlass Carl Geylings, dazu kamen private Stücke aus dem Besitz ehemaliger Werkstätten, wie von den Familien Zahlner, Peutl und Rathmaier. Sie werden von der Schulsammlung der Mollardschule, Stücken aus der Glashütte Lamberts in Waldsassen und Fotos aus dem Archiv der Wiener Glaserinnung ergänzt. Dazu kommt die tatkräftige Unterstützung durch die Glasmalerei Geyling, die nicht nur ihr Archiv geöffnet und die Vitrinen und Werkzeuge zur Verfügung gestellt hat, sondern das Museum auch künftig auf unterschiedliche Weise begleiten werden.
„Gemeinsam haben wir im vergangenen Sommer im ehemaligen Künstlerzimmer des Bezirksmuseums ein Samen gesät und die Zukunft wird zeigen, ob daraus ein Bonsai oder Mammutbaum wird”, eröffnete Alicia Ysabel Spengler am 20. November das Glasmuseum Mariahilf.
All jene, die das neue Museum mit alten Fotos, Schriftstücken, Fachliteratur, Werkzeugen oder anderen Besonderheiten (leihweise) unterstützen möchten, wenden sich bitte an Mag. Alicia Ysabel Spengler, Bezirksmuseum Mariahilf, Mollardgasse 6/Mezzanin, 1060 Wien, T: 0676/351 74 06, E: bezirksmuseum.1060@aon.at
Alle Informationen zum Glasmuseum Mariahilf findet man unter www.bezirksmuseum.at/mariahilf/page.asp/844.htm !

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