06.12.2009
Letzte Sitzung der „alten Garde”

Bundesinnungsmeister KommR Horst Petschenig begrüßte seine Kollegen, die aus ganz Österreich angereist waren und startete die BIAS mit seinem Bericht. Darunter die neuesten Entwicklungen zum Thema Lehre – und die sind durchaus positiv: Bis zum nächsten Schuljahr soll es den Lehrberuf Glasbautechniker geben, eine Erweiterung des bisherigen Lehrberufs, mit der Dauer von vier Lehrjahren. Weiteres Thema war die künftige Zusammenarbeit mit den Dachdeckern und Spenglern auf Innungsebene. Inzwischen gibt es einen Entwurf einer Fusionsvereinbarung, der in Mattsee besprochen wurde.
Aus- und Weiterbildung groß geschrieben. Als Gäste anwesend waren diesmal auch Kramsach Schuldirektorin Dr. Ursula Pittl und Fachlehrer Walter Gutschlhofer. Sie bedankten sich herzlich für die gute Zusammenarbeit mit der Bundesinnung der Glaser –„die, wie ich oft aus anderen Gewerken höre, nicht selbstverständlich ist”, so Pittl. Die Direktorin berichtete Aktuelles aus der Schule: Der Aufbaulehrgang Glastechnik hat inzwischen auch einige Ingenieure hervorgebracht und läuft sehr gut. Pittl informierte auch aus Schulsicht über die Sitzung zum neuen Lehrberuf „Glasbautechiker”, die vor der BIAS in Kramsach statt gefunden hatte: „Wir sind absolut bereit für diesen neuen Lehrberuf, auch wenn er natürlich einige Umstrukturierungen nötig macht”. Weiters lud sie alle Interessierten zum Tag der offenen Tür der Schule am 29. Jänner 2010 ein.
LIM Reinhard Hirschmugl freute sich über das gute Feedback des erstmals durchgeführten Award Glastechnik 2009 und kündigte an, dass dieser Award nun jährlich verliehen werden soll. Der Wettbewerb wird also auch 2010 wieder von der Bundesinnung ausgeschrieben.
Bundeslehrlingswart Günther Reisch berichtete anschließend vom Berufsschullehrertreffen mit 13 Teilnehmern aus ganz Österreich in Wien, das am 9. Oktober statt gefunden hat. Dabei wurde über die Modalitäten bei den Lehrabschlussprüfungen, aber auch über Neuerungen beim Bundeslehrlingswettbewerb gesprochen.
Weiters informierte Reisch über den neuen Modullehrberuf „Glasbautechniker”, der voraussichtlich schon ab nächstem Schuljahr angeboten werden kann. Die Lehrzeit soll maximal vier Jahre betragen und ist, wie der Name schon sagt, in Modulen aufgebaut. Davon werden zwei Jahre der Ausbildung ein „Grundmodul” sein, im dritten Jahr gibt es die Möglichkeit, sich für eine LAP in Glasbau oder eine in Glaskonstruktion zu entscheiden. Das vierte Lehrjahr ist das Spezialmodul Planung und Konstruktion. Nähere Informationen und Details folgen demnächst!
Bundesländer aktuell. In den Berichten aus den Bundesländern informierten die jeweiligen Landesinnungsmeister über die aktuelle Wirtschaftslage in ihrer Region: LIM Siegfried Seidl berichtete dabei von einer guten Auslastung der oberösterreichischen Betriebe, einzig die Preispolitik ließe immer wieder zu wünschen über. LIM Ing. Bernhard Feigl konnte ebenfalls von einer guten Auftragslage in Vorarlberg informieren. „Am meisten hilft uns die Fenstersanierung, beachtenswert ist die Aktion www.fenstersanieren.at, Vorarlberg fördert hier sehr gut, und die Glaser und Fensterbauer haben viel Arbeit.”
In Wien sieht es laut LIM Helmut Mager auch zufriedenstellend aus. Und auch in Salzburg seien die Firmen gut ausgelastet, so LIM Peter Schnabl. Die wirtschaftliche Situation im Burgenland ist auch zufriedenstellend, „von der Krise merken wir nichts”, konnte LIM Erwin Hautzinger berichten. Auch in der Steiermark gibt es gut bis sehr gute Auslastung, informierte LIM Reinhard Hirschmugl. „In Niederösterreich sieht die Situation aufgrund der Größe regional sehr unterschiedlich aus, teilweise gibt es schon Rückgänge bis zu 20 Prozent”, musste LIM-Stellvertreter Martin Hofmayer berichten. Auch in Kärnten ist die Krise teilweise zu bemerken, vor allem die öffentlichen Aufträge gehen merklich zurück. Den Abschluss machte BIM-Stv., Tirols LIM Reinhard Fiechtl, er berichtete über eine gute Wirtschaftssituation – „jeder hat Arbeit”. Das sind doch großteils gute Nachrichten!
Den krönenden Abschluss der Herbst-BIAS bildete schließlich die Ehrung verdienter Mitglieder. Bundesinnungsmeister Horst Petscheinig freute sich, die Kollegen Martin Hofmayer, Bernhard Feigl, Günther Reisch und Peter Schnabl auszeichnen zu dürfen.
(Redaktion: Birgit Tegtbauer)

GLAS
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