06.11.2009
Energie trifft Glas
Das Organisationsteam, in erster Linie Ing. Martin Laggner, Kärntens Landesinnungsmeister Mag. Christian Starzacher sowie heuer bereits zum 12. Mal Inge Zabukovec, hatte wieder ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm für dieses im Zwei-Jahresrhythmus statt findende Seminar für Sachverständige und Interessierte Kollegen aus dem Glasergewerbe zusammengestellt.
Am Beginn dieser schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung standen zwei Firmenbesuche bei der Solarindustrie im Industriepark St. Veit a.d. Glan. Die Erfolgsgeschichte der
Kioto Photovoltaics ist einzigartig und die Ausführungen des Geschäftsführers DI Ingram Eusch beeindruckten die Teilnehmer ganz besonders. Kioto beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Herstellung von hochwertigen Photovoltaik- Modulen und ist aus der Firma Green one Tec hervorgegangen. Als zweiter Firmenbesuch stand die Firma Petraglas – ein Zulieferer von Glasscheiben für die Herstellung von Sonnenkollektoren – auf dem Programm.
Zu Beginn des eigentlichen Symposiums am nächsten Tag wurde Inge Zabukovec, die heuer aus kammerinternen Gründen zur Bauinnung wechselte, Dank für ihre jahrelange engagierte Arbeit in der Innung und besonders bei der Mitorganisation des Symposiums ausgesprochen.
Die Vortragsreihe begann dann unter der gelungenen Moderation von Ing. Martin Laggner mit einem bemerkenswerten Beitrag von DI Franz Wurm zum Thema Wintergartenbau. Weitere Vorträge waren dem Thema „Glasbrüche als Folge thermischer Belastungen” (DI Joachim Röhner) und „Rahmenverklebte Isoliergläser im Reparaturfall” gewidmet.
Am Nachmittag referierten die beiden Juristen Mag. Manfred Pick und Dr. Achim Mundt zu Fragen des Gewährleistungsrechts und der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Der traditionelle Hüttenabend am Klippitz-
törl belebte die Gesellschaft nach dem ersten Seminartag mit Kärntner Schmankerln und
Zirbengeist.
Am nächsten Tag steuerte das Symposium mit dem Vortrag von Em.o.Univ.Prof.DI Dr. Horst Gamerith auf seinen Höhepunkt zu. Seine Ausführungen zum Thema „Fenster und Fassaden aus Glas aus der Sicht der Angemessenheit”
sowie die fachkundigen Ergänzungen durch
Oswald Kothgasser „Aufdeckung von wärmetechnischen Schwachpunkten mit Hilfe der Wärmebildkamera” beeindruckten alle Teilnehmer und regten zum Nachdenken an. Einige Entwicklungsrichtungen der letzen Jahre wurden dabei in Frage gestellt.
Weiteres referierte Ing. Gerhard Peutl zum Thema „OIB Richtlinien versus Normen”, und Manfred Beham von der Ertl Glas befasste sich mit dem Dauerbrenner „Nickelsulfid-Einschluss als Schadensursache für Glasbruch”. Den Abschluss bildete ein Praxisfall von Ing. Martin Laggner bezüglich Spinnenrisse im Gießharzverbund.
„Dieses Seminar bot wieder einmal wichtige Informationen aus verschiedenen Bereichen. Keiner der Teilnehmer bereute sein Kommen. Angesichts der durchwegs positiven Resonanzen sehen wir einer Fortsetzung 2011 mit großen Erwartungen entgegen”, freuen sich die Veranstalter über das positive Echo des 12. SV-Symposiums.

GLAS
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