06.11.2009
„Viertel Zwei” in Wien
Das Herz des Viertels bildet der 5.000 Quadratmeter große See – darüber „schwebt” der auskragende Teil des Bürokomplexes „Plus Zwei” wie ein überdimensionaler Riegel aus Glas. Das Gebäude des Wiener Architekten Martin Kohlbauer ist eines von sechs innovativen Objekten, die im neuen Viertel bis 2010 errichtet werden. Klare Strukturen und 7.200 Quadratmeter Structural-Glazing-Fassade mit Sonnenschutzglas („ipasol neutral 50/27” und „ipasol platin 47/29”) schaffen von Tageslicht durchflutete Räume, die effektiv vor sommerlicher Überhitzung geschützt sind. Arbeiten in inspirierender Wohlfühl-Atmosphäre inklusive.
Structural Glazing mit Sonnen- und Brandschutz. Mit seinem auskragenden Trakt, der 18 Meter über den See hinaus ragt, fällt der gläserne Bürokomplex „Plus Zwei” dem Betrachter besonders ins Auge. Das achtstöckige und 33 Meter hohe Gebäude wurde im Dezember fertig gestellt, der Öl- und Gaskonzern OMV AG ist Mieter des modernen Bauwerkes. Auf 19.000 Quadratmetern arbeiten die Mitarbeiter in von Tageslicht durchfluteten Räumen, mit grandiosem Ausblick auf See, Grünflächen und die umliegende Architektur.
Für klare, symmetrische Strukturen sorgt auch die als Structural Glazing ausgeführte, großflächige Glasfassade, durch die das Gebäude transparent und filigran wirkt: Mechanische und von außen sichtbare Halterungen der Glasscheiben entfallen. Die Fassade ist als W90-Paneelkonstruktion ausgeführt und erfüllt so die „brandschutztechnische Anforderung W90 für nicht tragende Außenwandbauteile” zur Verhinderung des vertikalen Brandüberschlages zwischen den Geschossen.
Tageslicht und Sonnenschutz fürs Arbeits-
klima. Die Glas-Architektur des „Plus Zwei” erfüllt in ästhetischer und funktioneller Hinsicht hohe Ansprüche. Neutrale Durchsicht, viel Tageslicht und hoher Sonnenschutz sind die Stärken des Sonnenschutzglases „ipasol neutral 50/27”. Die energetischen Eigenschaften der Verglasung senken die Betriebskosten des Gebäudes und schonen die Umwelt: Durch den besonders niedrigen Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert = 27 Prozent nach EN 410) erhitzen sich die Räume bei Sonneneinstrahlung weniger, die Klimatisierungskosten sinken und auf aufwändige außen liegende Verschattungsanlagen kann verzichtet werden. Trotzdem gelangt relativ viel Tageslicht in die Räume (L = 50 Prozent), so dass elektrisches Licht erst verhältnismäßig spät genutzt werden muss. Im Winter sorgt der Ug-Wert von 1,1 W/m²K (nach EN 673) für effektive Wärmedämmung.
In allen schräg stehenden oder angewinkelten Flächen besticht das eingesetzte „ipasol platin 47/29” durch eine erhöhte Außenreflexion.
Bautafel
Plus Zwei
Objektadresse: Trabrennstraße 8, 1020 Wien
Bauherr: Viertel Zwei Entwicklungs GmbH & Co Plus Zwei KG
Bauunternehmen: Alu Sommer, Österreich
Architekt: Martin Kohlbauer ZT Ges.m.b.H., Wien
Eröffnung: Dezember 2008
Glasprodukt: „ipasol neutral 50/27”, „ipasol platin 47/29”
Glasveredler: Interpane Parndorf

GLAS
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