20.04.2009
Fenstermarkt: Düstere Aussichten für 2009 und 2010
in einer aktuellen Studie.

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Die Anzahl der verkauften Fenster-Flügel wächst 2008 nur um 12.000 Stück auf rund 2,7 Millionen. Das ist ein Plus von nur 0,4 Prozent gegenüber Vorjahr. Die Prognosen waren diesbezüglich eindeutig zu optimistisch. Das Potential aus der thermischen Gebäudesanierung wird bei Fenstern keineswegs voll ausgeschöpft, wenngleich das Volumen mit mehr als 2,7 Millionen Fensterflügeln bereits sehr hoch ist.
Stütze der Nachfrage ist 2008 der Wohnungsneubau. Gegenüber 2007 kommen um +1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr mehr Wohneinheiten in die Realisierungsphase. Die Sanierung kann hingegen nicht weiter zulegen. Ganz im Gegenteil, die bereits Mitte des Jahres schrumpfenden Investitionen im Nicht-Wohnbau treffen nicht nur den Neubau, sondern auch die Bestandsrenovierung.
Im Gegensatz zur Nachfrage steigen die Durchschnittspreise das dritte Jahr in Folge rasch. Im Vergleich zu 2007 wächst der Durchschnittspreis über alle Rahmenmaterialien um +4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Bis auf Holz steigt der Preis bei allen Materialien um mehr als +3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit rascher als die Inflationsrate. Seit 2006 steigt der Durchschnittspreis damit um rund 14 Prozent, nicht alleine als Folge von Preiserhöhungen, sondern auch als Resultat von Substitution zwischen den Rahmenmaterialien.
Für die beiden kommenden Jahre erwarten Kreutzer Fischer & Partner eine schrumpfende Nachfrage. Zwar ist die Bauwirtschaft mit Wohnbau-Projekten bis Mitte des Jahres noch halbwegs gut ausgelastet, für die Zeit danach fehlen aber Aufträge, insbesondere aus der Sanierung. Das Konsumklima verschlechtert sich zusehends. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes wirkt wie ein Konsumfilter. Nicht unbedingt notwendige Renovierungsvorhaben werden aufgeschoben, die Sparquote steigt. Der Nachfragerückgang über alle Materialien wird zwischen 1,5 und 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr pro Jahr betragen, wobei Holz (Substitution durch Holz/Alu) und Alu (Einführung der CE-Kennzeichnung, schrumpfender Nicht-Wohnbau) am stärksten betroffen sind.
Die Nachfrage nach Holzfenstern schrumpft 2008 massiv um -10,6 Prozent. Damit trägt Holz die gesamte Last der matten Markt-Performance 2008. Alle anderen Materialien können hingegen zulegen. Der Absatz von Kunststoff-Fenstern wächst um 1,9 Prozent geg. VJ und damit gleichschnell wie im Jahr davor. Die Nachfrage nach Holz/Alu-Fenstern legt um +2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, Aluminiumfenster wachsen um +8,7 Prozent.
(Redaktion: Andreas Kreutzer, Glas)

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